Jesus Freaks, wer oder was ist das?

Erst einmal sollte man vielleicht erklären was und wer überhaupt Jesus Freaks sind:

Enstanden ist das ganze  1991 in Hamburg durch ein paar Leute die sich in einem Wohnzimmer getroffen haben und Bock auf Jesus hatten, sich aber in andere Gemeinden und Kirchen nicht aktzeptiert oder angenommen fühlten.

Dies sprach sich schnell rum die ganze Sache wurde sehr schnell immer größer und mehr und mehr Leute kamen dazu.

Dadurch entstanden in den Letzen ca. 30 Jahren immer mehr Jesus Freaks Gemeinden in ganz Deutschland und mittlerweile sogar in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden.

Das ganze wird zusammengefasst in dem Dachverband Jesus Freaks Deutschland e.V. und Jesus Freaks International.

Wer mehr über die Entstehung wissen will kann das hier genau nachlesen.

Und wer mehr über Jesus Freaks Deutschland und generell über Jesus Freaks erfahren möchte kann das hier.

 

Jesus Freaks Dillkreis

Und nun zu uns: (Danke liebe Sonja für den schönen Text!)

 

Wie alles begann...

Die Geschichte der Jesus Freaks Dillkreis


Die Jesus Freaks Dillkreis, damals hießen sie noch Jesus Freaks Herborn, wurden Ende des Jahres 2000 gegründet.
Aber wie vielen Dingen, ging auch dieser Gründung Einiges an Zeit, Arbeit und Visionen voraus. Ich werde mal versuchen ganz von vorne anzufangen.

Ich habe mich 1985 im Alter von 18 Jahren in Amerika bekehrt, wie man das so schön nennt.
Als ich wieder nach Deutschland kam, fiel es mir sehr schwer, eine Gemeinde zu finden, in der ich mich zu Hause fühlen konnte. In Amerika waren doch viele Dinge anders gewesen.
Also besuchte ich den Christlichen Bücherladen in Dillenburg oft und regelmäßig um coole Bücher zu kaufen und Jahre später stieß ich auf ein Buch, welches mich sehr neugierig machte. Es war das Buch über die Jesus Freaks, welches im Jahre 1994 veröffentlicht wurde. Diese Bezeichnung hat mich schon total angezogen. „Verrückt nach Jesus...“ Ich las es und wusste sofort: „Das ist genau dein Ding, damit kannst du dich identifizieren.“


Ich suchte also nach der nächstgelegenen Jesus Freaks Gruppe und fand so die Jesus Freaks in Wetzlar. Dennoch brauchte ich knapp zwei Jahre, bis ich den Mut fand, einmal dorthin zu gehen. Warum auch immer, ich weiß es nicht. Nach einiger Zeit schon dachte ich, dass es so etwas auch in meiner näheren Umgebung geben müsste. Aber diese Überlegung behielt ich auch wieder knapp zwei Jahre für mich. Ich hatte mir das nicht zugetraut, einfach eine Gruppe zu gründen. Ich bin nicht der Mensch, der gerne Verantwortung trägt und schon gar nicht so eine große. Gott zeigte mir aber immer wieder, dass ich einfach anfangen sollte und er mir schon alles geben würde, was man so braucht. Aber ich war zu feige und hab mich nicht getraut. So verging eben die Zeit und ich habe die Idee einfach immer wieder weggeschoben.
Eines Tages fuhr mein Babysitter mit zum Freakstock, dem bundesweiten Festival der Jesus Freaks, und hat sich prompt bekehrt. Sie steckte ihre gesamte damalige Clique an, so dass sie alle sehr daran interessiert waren, sich regelmäßig zu treffen um mehr über Gott und den Glauben zu  erfahren. Einige waren schon Christen, einige nicht.
So haben wir uns einmal in der Wochen bei mir im Wohnzimmer getroffen und einfach Gemeinschaft gehabt. Wir haben viel geredet und auch viele Themen in unserem Hauskreis durchgearbeitet.


Irgendwann kamen dann einige von ihnen mit zum Freakstock und die Idee wurde neu geboren, doch eine Jesus Freaks Gruppe zu gründen. Da ich nun nicht mehr alleine war, war ich auch mutiger und stimmte zu.
So suchten wir einen  geeigneten Raum, weil wir ja Leute einladen wollten. Im Wohnzimmer hätte das alles nicht so gepasst.
Wir fanden schließlich einen Raum im Haus der Vereine in Herborn, wo wir uns einmal die Woche trafen. Wir fingen dann mit den einfachsten Mitteln an. Es gab weder Lobpreis, noch irgendwelche Dekorationen, keinen festen Ablauf .
Wir bastelten uns aus alten Gläsern Kerzenhalter, die mit „WindowColours“ beschriftet wurden. „Jesus Freaks”, “God is love” usw. Schön kitschig waren das die ersten Anfänge der Jesus Freaks Herborn. Das war alles sehr, sehr aufregend und neu.
Und dazu kam, dass Gott sein Wort gehalten hat und wirklich für alles gesorgt hatte, was wichtig war. Zum Beispiel dass jemand nach Herborn zog, der gerade eine Ausbildung zum Pastor machte. Er und seine Frau bauten dann die Gruppe mit uns auf.


So war eigentlich schon fast alles da was man brauchte. Es ging los.
Die ersten Leute trudelten ein. Einige kamen über Flyer zu uns, andere durch persönliche Einladungen.
Ich kann es bis heute nicht glauben, dass so viele Leute doch immer wieder jeden Sonntag Abend weite Strecken gefahren sind, nur um im Haus der Vereine einen popeligen Gottesdienst zu feiern. So kam es mir vor, denn bieten konnten wir kaum etwas, was andere Gottesdienste bieten konnten. Aber es kristallisierten sich Leute heraus, welche dann auch beständig weiter kamen und fest dabei blieben. Ich bin heute noch für jeden dankbar, der trotz der dürftigen Ausstattung geblieben ist und die Gruppe dadurch mit aufgebaut hat.
Im Jahre 2001 hatte Herborn 750jähriges Gründungsjubiläum, welches mit einem großen Festzug durch die Stadt, der auch im Fernsehen übertragen wurde, gefeiert wurde. Wir meldeten uns dort an und nahmen an diesem Festzug teil. Wir wollten den Leuten zeigen, dass es uns gibt, dass wir Jesus lieben und dass man als Christ fröhlich sein darf und Spaß haben kann.
Außerdem verlegten wir unser sonntägliches  Treffen einige Male in den Herborner Stadtpark, wo die örtliche Drogenszene abhängt.  Dort lernten wir viele Leute kennen. Es entstanden tolle Gespräche und auch dort wollten wir den Leuten einfach zeigen, das wir ganz normale Menschen sind, und das es keine Schande ist an Gott zu glauben. Einige von ihnen bekehrten sich sogar.


Anfang 2002 fanden wir dann unsere jetzigen Räume in Dillenburg. Und da sehr viele auch aus der Dillenburger Umgebung kamen, benannten wir uns von nun an um in Jesus Freaks Dillkreis, einfach um alle mit einzuschließen.
Wir zogen in den „Kellertreff“ ein, der sich im Keller des Evangelischen Gemeindehauses im Auweg in Dillenburg befindet. Wir bekamen grünes Licht, dort nach Herzenslust zu renovieren, was wir dann auch mit Freuden taten. Heraus kam, ein gemütlicher, bunter und ein etwas verrückter Keller. Die Anzahl der Besucher stieg schnell an. Heute haben wir haben einen festen Mitarbeiter- und Leitungskreis, der Keller ist fast jeden Samstag knallvoll, so dass wir uns wohl so langsam wieder nach neuen Räumen umsehen müssen.
Unsere Ziele sind immer noch Gott zu ehren und zu dienen und Menschen zu erreichen, insbesondere Menschen, die schwer zu erreichen sind, Menschen die mit Kirche und Gemeinden oder mit Gott nichts anfangen können. Und obwohl da noch eine Menge Arbeit auf uns wartet und Gott uns immer wieder in den Dienst ruft ist es doch auch einmal schön zu sehen, was sich doch alles schon getan und verändert hat.


ZUSATZ. 20.5.19
Der Text von oben wurde im Jahre 2005 geschrieben. Mittlerweile haben wir 2019 und unsere Gemeinde besteht immer noch. Ich bin Gott so dankbar dafür. Mittlerweile befinden wir uns in den neuen Räumen. Viel ist in den darauf folgenden Jahren geschehen. Dazu wird es eine Forsetzung geben, die hier auf der Seite zu lesen sein wird.

 

Ab hier versuche ich mal weiterzumachen. (Benni)

 

Ich bin im Jahr 2008 zu den Jesus Freaks gekommen und habe mich sofort wohlgefühlt.

Ich bin in einer FEG aufgewachsen und hatte dann einige Jahre überhaupt nichts mit Gemeinde oder Glaube am Hut.

Habe mich aber irgendwann wieder nach Gott und Jesus gesehnt und bin so durch Bekannte auf die "Freaks" gestoßen.

Man wurde sofort herzlich begrüßt und aufgenommen als wäre man schon seid ewigkeiten dabei. Wenn man die FEG gewohnt war, war der "Keller" und auch der Gottesdienst erst einmal komisch, da man eben nicht in Stuhlreihen sitzt, sondern auf Sofas und an Tischen oder eben auf dem Boden. Außerdem war der Lobpreis mit Schlagzeug und E-Gitarre sehr Laut.

Aber all das, war genau das, was mir nach sehr kurzer Zeit an den Freaks so gefallen hat.

Diese Offene Art und das gemütliche beisammen sein und alles um zusammen Jesus zu feiern.

 

In den folgenden Jahren wurden die Besucher der Gottesdienste immer mehr. 2008 waren es immer so um die 30 Leute.

2009 und 2010 waren es dann teilweise zwischen 40 und 50 und es gab durchaus Gottesdienste bei denen die Räume so überfüllt waren das nicht alle reingepasst haben und die Leute vor dem Haus auf dem Hof gesessen haben.

Es wurde also langsam eng und wir begaben uns auf die Suche nach neuen Räumen.

Wir haben uns inden folgenden Jahren mehrere Räume angeschaut und bei manchen dachten wir schon: "Die werden es!"

Aber irgendwas gab es dann doch immer auszusetzen und eigentlich wollte man den gemütlichen Keller überhaupt nicht verlassen.

Aber Anfang 2013 kam dann, wie ich es liebevoll immer sage, der Arschtritt von Gott, in Form einer Kündigung.

Das Gebäude soll abgerissen werden und wir müssen bis Mitte des Jahres Raus aus dem Keller.

Also musste jetzt doch was neues Herbei und das möglichst schnell.

Nachdem wir uns dann umgeschaut hatten standen noch 2 Räumlichkeiten zur Auswahl und die entgültige Entscheidung viel dann auf ein paar Räume auf dem Gelände des Gewerbeparks Adolfhütte.

Hier standen Räume frei in denen bis 1 oder 2 Jahre zuvor noch ein Erotikshop war.

Nach einer anstrengenden Grundsanierung der Räume war unsere neues zuhause Fertig und wir konnten pünktlich umziehen.

Anlässlich des ehemaligen Mieters dieser Räume und weil der Name "Keller" jetzt einfach nicht mehr passend war, tauften wir die neuen Räume auf den Namen "Freudenhaus".

Da wir im Freudenhaus nun viel mehr Platz und auch mehrere Räume zur Verfügung haben, konnten wir nun einige Dinge in Angriff nehmen die vor aus Platzmangel einfach nicht möglich waren.

So haben wir mittlerweile einen eigenen Kinderraum und auch noch unser "Kapellchen" also Ruheraum.

 

Als letztes bleibt nur noch zu sagen, das wir dieses Jahr (2019) den nächsten Großen Schritt gemacht haben.

Wir haben uns von unserem heiß geliebten Samstagsabend Gottesdienst verabschiedet und haben uns entschieden ihn auf Sonntags Nachmittags zu verlegen.

Der Grund dafür waren unsere ganzen kleinen "Mini Freaks" die in den letzten Jahren vermehrt in unsere Gemeinde geboren wurden.

Es ist so schön zusehen das unsere Gemeinde mittlerweile nicht nur noch durch neue Leute wächst sondern auch durch  Familien die schon lange dabei sind und selber Nachwuchs bekommen.

Vorallem freut es mich das dieser Nachwuchs jetzt auch die Möglichkeit hat, diese unglaublig schöne Gemeinschaft mit der Gemeinde und Jesus von klein auf mitzuerleben.